Barbara Cahn

(CH, Zürich). Barbara Cahn (geb. 1976) hat Studien der Volkskunde, Soziologie und Volksliteratur an der Universität in Zürich abgeschlossen. Atelier in Zürich. About the artists

Genre: Fotografie

Kuratorische Notiz: Essen, Essensreste, Vergänglichkeit

Werke: Auswahl aus der Serie „fertiggegessen“ (je Edition von 10)

Kirschen, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 50 x 50 cm m. R.; 2025. 440€
Broccoli, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 50 x 50cm m. R.; 2024. 440€
Litschi, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 50 × 50cm m. R; 2022. 440€
Kefen, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 50 × 50cm m. R., 2024. 440€
Ei, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 30 × 30cm m. R.; 2023. 280€
Peperoni, Piezografie 10 Innova Photo Cotton Rag; 30 × 30cm m. R.; 2022. 280€
Mandarine, Piezografie 10 Innova Photo Cotton Rag; 30 × 30cm m. R.; 2022. 280€
Bohnen, Piezografie 10 Innova Photo Cotton Rag; 30 × 30cm m. R.; 2023. 280€
Baumnuss, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 30 × 30cm m.R.; 2025. 280€
Holunder, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 30 × 30cm m. R.; 2022. 280€
Rhabarber, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 20 × 20cm m. R.; 2022. 120€
Mandarine, Piezografie auf Innova Photo Cotton Rag; 30 × 30cm m. R; 2021. 280€

Eierschalen, Bohnenenden, Gemüsestrunke … Es ist fertig gegessen. Ich fotografiere Alltägliches und Unscheinbares, oftmals Dinge, die in der Regel weggeworfen oder weggeräumt werden. Durch die kunstvolle Präsentation und Inszenierung wird scheinbar Minderwertiges ästhetisiert und verwandelt sich auf meinen Schwarz-Weiß-Fotografien zu einer Art „objet trouvé“; zu sehenswerten Objekten. „fertiggegessen” ist ein Instagram-Projekt, das ich im Jahr 2019 gestartet habe. „fertiggegessen“ sieht sich als Antithese zum Foodporn: Im Zentrum steht nicht die Speise, sondern das Danach im weitesten Sinne.

Die Fotografien erzählen Geschichten über Essen und Genuss, über Sattwerden, manchmal auch von Überfluss. Dabei wird aber auch deutlich, wie nah Überfluss und Mangel beieinanderliegen. Ein leerer Teller kann für „satt sein“ stehen, aber auch ein Zeichen von Not und Hunger sein. In meinen Bildern kommt diese Ambivalenz zum Ausdruck. Sie laden dazu ein, über Privilegien, Verantwortung und den Wert von Nahrung nachzudenken – über das, was übrigbleibt, und über das, was fehlt.

Diese scheinbar banalen Objekte werden zu einem Spiegel unserer Beziehung zu Nahrung und Ressourcen. So entsteht ein Dialog zwischen dem, was wir konsumieren, und dem, was wir zurücklassen – eine Einladung, die eigene Perspektive zu hinterfragen und die Schönheit im Unscheinbaren zu entdecken. (Barbara Cahn)