
Galeriezeit 2, „Hängende Gärten – ongoing“
Pre-opening: Do. 22. Okt. 2026 14.00-17.00 Uhr, anschl. Opening 17.00-18.00 Uhr

Die Galeriezeit 2 by belichtungsmesser.art in Kooperation mit Kunstverein Hofheim e.V. ist in Vorbereitung. Am 22. Oktober ist es soweit, und wir eröffnen: „Hängende Gärten – ongoing“ im Roederstein Atelier /Roedersteinhaus, Roedersteinweg 2, 65719 Hofheim am Taunus. Bis 8. November ist die Ausstellung geöffnet wie folgt: Do + Fr 14.00 – 17.00 Uhr / Sa + So 13.00 – 18.00 Uhr. Führungen mit der Kuratorin sind jederzeit möglich.
Mit Daniela Orben, Sara Mosco, Andrea Simon, Marten Großefeld. Kuration: Andrea Simon
Hängende Gärten stehen für tiefe Sehnsucht. Sehnsucht begleitet uns in vielfacher Weise. „ongoing“ fortlaufend weben wir und fertigen wir virtuelle oder materielle Sehnsuchtsorte, um anzukommen wie auch, um tiefliegende Wünsche zu erfüllen. Unsere Sehnsucht richtet sich auch an andere Menschen und Bedürfnisse wie zum Beispiel Verbundenheit, Nähe, Zärtlichkeit und Schutz oder auch Naturverbundenheit. Die Hängenden Gärten der Semiramis sollten die Sehnsucht der Amytis nach Bergen und Gärten (ihrer Heimat) stillen und waren (so es sie gab) ein architektonisches Wunder. Sehnsucht ist ein allgegenwärtiges und unsterbliches Thema. „ongoing“ unaufhaltsam wirken wir an unserem Leben und dem der Anderen.
Kunst und Künstler:innen








Die Location Roederstein Atelier, integriert in das Jugendstilhaupthaus in Hanglage zwischen Garten und Wald, wird exklusiv und zum ersten Mal als Ausstellungsraum zur Spielfläche. Am Hügel und ehemaligen Weinbergen gelegen, ergibt sich die ganz reale Erfahrung eines Sehnsuchtsortes. Möglicherweise war es auch für O. W. Roederstein ein Sehnsuchtsort oder für ihre Partnerin die leidenschaftlich gärtnernde Ärztin E. Winterhalter. Nach langen Jahren in Zürich, Berlin und Frankfurt wurden sie in Hofheim am Taunus sesshaft. Und noch immer ist vom Kunstort, dem Atelier aus, der große parkähnliche Garten zu sehen, liebevoll erhalten und „ongoing“ weitergestaltet durch die heutigen Eigentümer Familie Wahrenburg.
Kunst erzeugt Risse in der faktischen Wahrnehmung der Umgebung und öffnet uns zu einem tieferen Verständnis des Lebens und aller Schönheit, die hier am Straßenrand, dort im Verborgenen blüht. Man kann Kunst als einen Baustein im Weltverständnis begreifen und damit bewusst mitgestaltend in den Kreislauf von Werden und Vergehen eintreten. Kunstbeschäftigung wiederum ist das neuerdings nachgewiesene Wundermittel, das uns länger leben lässt. Kunst und Natur sind „Hängende Gärten – ongoing“. (Andrea Simon)
Alle Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Künstler:innen. Texte und Redaktion: Andrea Simon




Kooperationspartner

Archiv
2025

2025, Veranstalter: Raum für kulturelle Fragen e.V.
Galeriezeit 1 by belichtungsmesser.art / 8. Mai-1. Juni 2025 im Kulturraum B25, Brüningstraße 25, Frankfurt-Höchst
Geöffnet: Freitag, Samstag, Sonntag, Feiertag: 15.00-19.00 Uhr
- Michelle Concepción
- Andrea Simon
- Veronica Aguilera Carrasco
- Katrin Trost
Michelle Concepción sammelt in ihren fließenden Farbflächen Störungen und unerwartete Impulse auf die sie antwortet. Sie agiert als Suchende nach einem persönlichen Weltverständnis, erfühlt und erkundet dabei die funktionalen Prozesse von Zellforschung und Geomorphologie. Splittrige und weiche Formen koexistieren voller Anmut in ihrer Malerei, einer individuellen Standortsuche im Ganzen.


Andrea Simon zeigt in ihrer Installation „Heaven on earth“ eine Reflektion darüber, was wir verlieren. Herabgefallene Objekte, Relikte aus einer Kindheitswelt begeben sich in einen Danse macabre mit der verschwindenden Blue marble, unserem Planeten. Die Installation fragt, was bewahrt werden soll und was nurmehr in unserer Erinnerung verbleibt. Es geht um Herkunft und Überleben in einer Krise.


Veronica Aguilera Carrasco erzählt in ihren zarten Keramikarbeiten sowie einem tiefschwarzen Wandrelief von Machtspielen. Von Einverleibung, Ausbeutung, Kampf und einem Überblicksverlust angesichts des Kampfes einer Gesellschaft um Normalität. Diese stets gesuchte Norm ist der maskuline Ausdruck, hier jedoch auf einem atemberaubenden feministischen Prüfstand im politischen Kontext.


Katrin Trost widmet sich der feinsten Linie, dem Gespinstfaden. Sie beschäftigt sich mit Verwebung und Verdichtung bis zum Kokon, dem Schutzraum des Privaten. So eröffnen ihre Netzwerke ebenso viele Möglichkeiten wie sie sich auch geheimnisvoll verschließen. Der Betrachter erlebt eine Suchbewegung in strukturell sichtbar entwickelte Zustände aus dem Reich der Empfindung, Schwingung, Wahrnehmung.


Alle Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Künstlerinnen und ihrer Fotograf:innen. All rights reserved. Kopieren ist nicht erlaubt. No copying permitted!
Programm
Förderer
Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, tanzkunst hofheim e.V., Sparda Bank Hessen e.G., Nassauische Sparkasse. Wir sagen DANKE!
Über Galeriezeit by belichtungsmesser.art
(english below)
Das Galeriezeit – Konzept des Labels Belichtungsmesser von Andrea Simon sieht vor, mit einem lebendigen Ausstellungskonzept für professionelle Kunst inkl. Kunstvermittlungsangebote einen künstlerischen Dialog in Gang zu bringen zu Fragen der Zeit. Das Konzept kann in Galerien, Projekträumen od. anderen Orten mit der nötigen Infrastruktur und Ausstellungstechnik umgesetzt werden. Es zielt auf Duo, Trio oder Quartett-Ausstellungen. Hierbei wird der Ausstellungsrahmen eine Verbindung schaffen zwischen Künstlerinnen und Künstlern der urbanen Metropolen Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt und Künstlerinnen und Künstlern der Metropolregion Rhein-Main-Taunus. In jeder Galeriezeit werden Künstler:innen- Persönlichkeiten mit einer einzigartigen Werkauswahl in einer dialogischen Inszenierung präsentiert. Positionen aus den Städten und Positionen aus der Metropolregion. Die Kuration und Präsentation liegen allein bei Andrea Simon. Gezeigt werden ausschließlich Werke, die mind. 12 Monate vor der Galeriezeit nicht im gleichen Gebiet zu sehen waren, bzw. bevorzugt Positionen, die zum ersten Mal zu sehen sind.
In einer zeitgemäßen, dynamischen Inszenierung werden die Galeriezeit Räume zu einem immersiven Zeit-Raum der Erkundung und Inspiration. Die Werke sollen sich auf weltweite Fragen der Zeit beziehen, seien es Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung, der Verarbeitung, der Vernetzung, der Problemlagen, der Persönlichkeitsentwicklung, Fragen innerer Bewegung der gelebten Gegenwart und der Zukunft. Ein visionärer Charakter ist erwünscht. Ebenso unverwechselbare Arbeitsweisen und experimentelles Vorgehen. Die Galeriezeit soll vor allem auf einer sinnlichen Ebene erfahrbar sein. Künstlerstatements zum Werk werden ausgelegt.
Begleitende einzelne Vermittlungsangebote können weitere Verständnisschlüssel bieten. Kooperationen mit Schulen, Museen oder benachbarten sozialen Kontexten. Artist talks zwischen Tea time und Diskussionsforum. Oder auch eine Führung für Kinder oder eine Führung von Kindern um den Nachwuchs auf Augenhöhe einzubinden. Im Vordergrund steht immer das Kunsterlebnis und die Erweiterung des Verständnishorizonts als offenes Geschehen ohne Doktrin, ohne „Kunstschwelle“.
Darüber hinaus dient die Galeriezeit der Bekanntmachung der ausgestellten Künstlerinnen und Künstler im Kontext der urbanen Galerien und der Galerien in der Metropolregion.
Weitere Schwerpunkte sind: Kunst von Frauen und ein internationaler Lebens- und Kunsthintergrund. Allerdings ist die Abwesenheit dieser Schwerpunkte auch kein Ausschlusskriterium.
The Galeriezeit concept of Andrea Simon’s Belichtungsmesser label aims to initiate an artistic dialog on questions of time with a lively exhibition concept for professional art including art education offers. The concept can be implemented in galleries, project spaces or other locations with the necessary infrastructure and exhibition technology. It is aimed at duo, trio or quartett exhibitions. The exhibition framework will create a connection between artists from the urban metropolitan areas of Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden and Darmstadt and artists from the Rhine-Main-Taunus metropolitan region. In each gallery period, those personalities will be presented with a unique selection of works in a dialogical staging. Positions from each of the cities and positions from the metropolitan region. Andrea Simon is solely responsible for the curation and presentation. Only works that have not been shown in the same area for at least 12 months prior to the gallery period will be shown, or preferably works that are being shown for the first time.
In a contemporary, dynamic staging, the Galeriezeit rooms become an immersive time-space of exploration and inspiration. The works should relate to global issues of our time, be they questions of social development, processing, networking, problems, personal development, questions of inner movement in the present and the future. A visionary character is desired. Distinctive working methods and an experimental approach are also encouraged.
The Galeriezeit exhibition should above all be experienced on a sensual level. Artist statements on the work will be displayed.
Accompanying individual mediation offers can provide further keys to understanding. Cooperation with schools, museums or neighboring social contexts. Artist talks between tea time and discussion forum. Or a guided tour for children or a guided tour by children to involve the next generation at eye level. The focus is always on the art experience and the expansion of the horizon of understanding as an open event without doctrine, without an „art threshold“.
In addition, Galeriezeit serves to publicize the exhibited artists in the context of urban galleries and galleries in the metropolitan region.
Further focal points are: Art by women and an international life and art background. However, the absence of these focal points is not a criterion for exclusion.
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