
(AT, Wien). Der Österreicher Felix Wittibschlager (geb. 2000) studierte an der Kunstschule Wien mit Abschlussdiplom. Er ist künstlerischer Assistent im Atelier Hermann Nitsch, Prinzendorf (AT). Atelier in Wien. About the artist
Genre: Malerei
Kuratorische Notiz: Hunger nach Freiheit und Befreiung, Wissenshunger, Hunger nach Erkenntnis, Hunger im sozialen Kontext.
Werk: „Mammon“
„Mammon“, Mischtechnik auf Holzplatten, mehrteilig, ca. 820cm x 220cm x 15cm, 2026. 18200€
In dem Werk „Mammon“ wird Hunger zum Synonym für systemimmanente Ungleichheit und die pathologische Gier nach Immer mehr. Im Fokus steht die moralische Autophagie – ein Zustand, in dem der Mensch sich und seine Umwelt verzehrt. In der westlichen Welt ist Hunger kein physisches Defizit, sondern das Unvermögen, Sättigung zu erfahren. Dieser Überfluss fußt untrennbar auf dem Hunger anderer. Obwohl wir in einer Ära beispiellosen materiellen Reichtums leben, bleibt das kollektive Gefühl, es würde nicht reichen. Auf über 20 Quadratmetern Malerei provoziert „Mammon“ durch rohe Formen und plakative Schriften eine Perspektive, die zum Hinterfragen der eigenen Position zwingt. Während das monumentale Format normalerweise unausweichlich scheint, führt die abnorme Präsentation dazu, dass die Arbeit – analog zum Thema selbst – von vielen übersehen wird. (Felix Wittibschlager)
