Ina Holitzka

(D, Frankfurt am Main). Ina Holitzka (geb. 1957) studierte an der Hochschule für Bildende Künste Städelschule in Frankfurt am Main Freie Plastik bei Michael Croissant und Fotografie bei Herbert Schwöbel. Atelier in Frankfurt am Main. About the artists

Genres: Fotografie, Cut out, Objekt

Kuratorische Notiz: Ausbeutung, Hunger nach Energie, Klimaproblematik

Werke: „Quo vadis Africa – Clime I und II“, „Stand by Africa – Clime I – III“, „Passage gratwandeln I“

„Quo vadis Africa – Clime I (Jan./Juli)“, Landkarte (1970), Cutout, Prägung, Frottage, Aquarell, 140 x 110 x ca. 25cm, 2016. 6900€
„Quo vadis Africa – Clime II (Jan./Juli)“, Landkarte (1970), Cutout, Holz, Aufhängung, 250 x ca. 25cm, 2016. 3900€
„Standby Africa – Clime I – III“, Landkarte (1970) Detail, mixed media: Cutout, Prägung, Frottage, Aquarell, je 43 x 33cm m. R., 2016. Je 1450€
„Passage gratwandeln I“, Foto-Objekt, Thermotransfer auf Gewebe, auf Keilrahmen, 100 x 150 x 4cm, 2016. 4900€

„Wohin gehst du?“ Diese Frage beschäftigt mich auf unterschiedlichste Weisen, sowohl multimedial als auch interdisziplinär. Impulse bieten mir Verortungen in realen und metaphorischen Räumen mit ihren Schnittstellen verschiedener Wahrnehmungsmodelle. Für die Ausstellung „Hunger“ verzahne ich Denk-, Zeit- und Zwischenräume.

„Quo vadis Africa – Clime I und II“ ist ein großformatig, farbig gefasstes Cutout einer Landkarte zu Klima und Vegetation. Diesem zur Seite steht der filetierte, materielle Ursprung, die aufgerollte Landkarte von 1970. (Ina Holitzka)

„Standby Africa – Clime I-III“ basiert auf Fragmenten der Landkarte mit Städtediagrammen zu Temperaturschwankungen im Jan. bis Juli. Das Mediensymbol für „Standby“ setze ich seit 1992 in unterschiedlichen Kontexten ein. Wie auch hier – eine Pause, eine Besinnung auf Lösungen dieser multikomplexen Gemengelage. (Ina Holitzka)

„gratwandeln I“, aus dem Kunstprojekt „Passage …“, einer baulichen, städtischen und gesellschaftlichen Reflexion vor meinem Atelier, das gepaart ist mit der Ambivalenz von Zerstörung, Versiegelung, Chaos. Ausgewählte Motive landen mittels Projektion auf Materialien und Landkarten zu Klima, Vegetation und Wirtschaft. Sie bilden Allianzen, Verschränkungen sowie weitere Assoziationsebenen und erinnern an archäologische Mutmaßungen, auch Maßnahmen im Zusammenhang mit Aneignung, fortschreitender Bodennahme und Vernichtung von Flora und Fauna. Die willkürliche Zerstückelung der afrikanischen Landmasse ist bis heute ein Politikum mit zergliederten Regionen, Sprachen und Narrativen. Der nicht abreißende Run und die Gier nach Bodenschätzen und Agrarland sind auch bedingt durch unser Verhalten. Quo vadis Afrika? (Ina Holitzka)