
(KOR/D, Düsseldorf). Die Koreanerin Songnyeo Lyoo (geb. 1983) besuchte die Dong-guk University College of Arts in Seoul/Korea wo sie einen Major of Buddhist Art (Bachelor of Art) erhielt. Anschließend besuchte sie die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und studierte visuelle Kommunikation mit Diplom in freier Malerei. Atelier in Düsseldorf. About the artists
Genres: Malerei, Objekt
Kuratorische Notiz: Der Kreislauf der eingehenden und ausgehenden Nahrung, Utopieentwurf
Werke: „Der schöne Schein #1“, „Youtopia“, „Picnic“, „Drawing on figure, figure in drawing“
„Youtopia“, Tusche und Farbe auf Hanji, Pleixglas, ca.125x200cm, 2020. 15000€
„Der schöne Schein“, Tusche und Farbe auf Hanji, 70x210cm, 2019. 18000€
„Picnic“, Tusche und Pigment auf Hanji, Goldspiegel, variable Größe, 2021. 10000€
„Drawing on Figure, Figure in Drawing“ (Nr. 4), Colour on air drying clay, 30x29x24cm. 5000€
„Drawing on Figure, Figure in Drawing“ (Nr. 5), Glazed Ceramic, 19x24x15cm. 3000€
„Drawing on Figure, Figure in Drawing“ (Nr. 6), Glazed Ceramic, 17.5x23x12.5cm. 3000€
„Drawing on Figure, Figure in Drawing“ (Nr. 7), Glazed Ceramic, 27x14x16cm. 3000€
„Drawing on Figure, Figure in Drawing“ (Nr. 8), Glazed Ceramic, 22.5×16.5×15.5cm. 3000€
In meinen Arbeiten erscheint „Youtopia“ als ein innerer, sich ständig wandelnder psychischer Raum. Meine Bildwelten verbinden östliche Geistigkeit mit westlichen Strukturen, und ich lasse Figuren, Naturformen und Erinnerungsfragmente ineinander übergehen, sodass Zeit und Raum in einem offenen, vielschichtigen Gefüge oszillieren. So entsteht ein Wahrnehmungsraum, in dem sich persönliche Erfahrungen der Betrachtenden spiegeln.
Das Biennalethema HUNGER interpretiere ich als ein tief verankertes inneres Verlangen, das über biologische Bedürfnisse hinausgeht. Durch die hybriden Formen und sich kreuzenden Linien rege ich dazu an, das eigene „Youtopia“ zu imaginieren. In meiner Arbeit wird Hunger zu einer schöpferischen Kraft, die den bereits in uns vorhandenen inneren Raum wieder erfahrbar macht und das Begehren in eine visuelle und geistige Erkundung verwandelt.
Meine Arbeiten entstehen aus dem Impuls, innere Räume sichtbar zu machen, die sich den Strukturen der Realität entziehen. „Der schöne Schein #01“ zeigt eine utopische Szene, die die psychischen und sinnlichen Dimensionen des Menschen reflektiert. (Songnyeo Lyoo)
Die Werkreihe „Youtopia“ führt diese innere Erkundung fort. Der Titel, eine Verbindung von You und Utopia, betont, dass Utopia kein äußerer Ort, sondern ein selbst geschaffener Raum ist. Betrachtende oszillieren zwischen figurativen und abstrakten Bildern und werden angeregt, eigene, wahrhaftige Räume zu entdecken. (Songnyeo Lyoo)
Dieses Ideal visualisiere ich als „Picnic“, einen Ort, an dem Körper, Natur und Imagination in einem fließenden Bild verschmelzen. Das Picnic wird Ausdruck innerer Balance und Erfüllung des Bedürfnisses nach Freiraum. Hunger erscheint nicht nur als Verlangen, sondern als dynamisches Begehren nach neuen Räumen. (Songnyeo Lyoo)
Die Arbeiten „Drawing on figure, figure in drawing“ erweitert dies in die Dreidimensionalität. Direkt auf keramische Figuren gezeichnet, verwandelt sie die Malerei in ein materielles Objekt, dessen Wahrnehmung sich je nach Blickwinkel verändert. So manifestiert sich die innere Utopie im realen Raum. Zwischen Fläche und Volumen entsteht eine individuelle Wahrnehmung, und der Mangel wird zur schöpferischen Kraft. Meine Arbeit bewegt sich zwischen Wirklichkeit und Imagination und interpretiert das Biennalethema HUNGER als kreative Energie, die uns auf eine größere Welt hin orientiert. (Songnyeo Lyoo)
